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  NEUES BAUVERTRAGSRECHT IN DER PRAXIS



Gesetzliche Vorgaben für den Verbraucher werden nicht immer eingehalten

 

(djd). Das neue Bauvertragsrecht, das seit 2018 in Kraft ist, hat deutliche Verbesserungen für Verbraucher gebracht. Doch wie wirken sich diese in der tatsächlichen Baupraxis aus? Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) hat die Erfahrungen aus rund 50.000 Bauherrenberatungen und 2.000 Vertragsprüfungen pro Jahr ausgewertet. Das Ergebnis: Nach wie vor gibt es viel Verbesserungspotenzial, und noch immer ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch Bauunternehmer nicht selbstverständlich. Der Verein benennt drei exemplarische Problemfelder:

1. Der Fertigstellungszeitpunkt - ohne verbindlichen Baubeginn nahezu wertlos

Nach dem Willen des Gesetzgebers müssen Verbraucherbauverträge Angaben zum Fertigstellungszeitpunkt enthalten. So soll der Bauherr Planungssicherheit bekommen, zum Beispiel für die Finanzierung, die Kündigung seiner bisherigen Wohnung oder die Schul- und Kita-Ummeldungen der Kinder. Die Mehrzahl der Verträge enthält aber lediglich Angaben zur Bauzeit, ohne den Beginn der Bautätigkeit festzulegen. Dadurch gibt es in der Praxis vielfach kaum Verbesserungen bei der angestrebten Verlässlichkeit in der Zeitplanung. 

2. Abschlagszahlungen - Überzahlungen noch immer keine Ausnahme

Laut Gesetz darf die Summe der Abschlagszahlungen für den Hausbau 90 Prozent der Gesamtvergütung inklusive Nachtragsleistungen nicht überschreiten. So soll die Gefahr von Überzahlungen gemindert werden. Zugleich soll der Verbraucher ein Druckmittel behalten, um zum Beispiel beim Verlangen nach Mängelbeseitigung oder der Durchführung von Restarbeiten handlungsfähig zu bleiben. Berücksichtigt wird dieser Passus aber bisher nur in etwa einem Drittel der Verbraucherverträge. 

3. Baubeschreibung - Gesetzeskonformität nicht fiktiv bestätigen

Das neue Bauvertragsrecht verlangt eine umfassende Bau- und Leistungsbeschreibung, um dem Verbraucher die Überprüfung der angebotenen Leistung und einen Vergleich mit anderen Anbietern leichter zu machen. In den meisten Verträgen ist die Baubeschreibung heute Bestandteil des Vertrags. In Einzelfällen versuchen Unternehmen aber, eine fiktive Erklärung des Verbrauchers zu erwirken, in dem er die Bau- und Leistungsbeschreibung als gesetzeskonform bestätigt. Diese Beweislastumkehr sollten Verbraucher nicht akzeptieren. 

Sicherheit durch unabhängige Beratung

Wer sichergehen will, dass Bauverträge keine den Verbraucher benachteiligenden Klauseln enthalten, der kann sie von einem unabhängigen Bauherrenberater oder Vertrauensanwalt prüfen lassen. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu weitere Tipps und Berateradressen in ganz Deutschland.

 

 

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FINANZIELLE RISIKEN FÜR BAUHERREN SENKEN



So beugen Sie teueren Baumängeln vor

 

(djd). Wachsender Fachkräftemangel, volle Auftragsbücher, immer komplexere Anforderungen an energetisch hochwertige Häuser: Diese und viele weitere Gründe können dafür verantwortlich sein, dass Bauschäden beim Neubau von Eigenheimen stark zugenommen haben. In einer Studie der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) haben die Schäden bei Objekten, die der gemeinnützige Verein betreut, in den letzten 10 bis 15 Jahren stark zugenommen. Auch die Schadenskosten entwickeln sich gemäß den Hochrechnungen aus der Studie nach oben: Im Durchschnitt ist mit einer Schadenshöhe von über 80.000 Euro zu rechnen.

Hohe Schadenskosten können die Baufinanzierung gefährden

"Wenn die Bauherren auf diesen Kosten sitzen bleiben, dann kann das die Finanzierung eines Eigenheims in Gefahr bringen", warnt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Der Verein setzt sich im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung dafür ein, das Problembewusstsein aller Baubeteiligten zu schärfen und höhere Qualitätsstandards einzuführen. Bauherren können aber auch selbst aktiv werden, um Mängel an ihrem künftigen Haus zu vermeiden oder rechtzeitig Nachbesserung zu verlangen.

Baubegleitende Qualitätskontrolle von der Planung bis zur Bauabnahme

Im Idealfall wird ein Neubau in allen Phasen von der Planung bis zum Ende der Gewährleistung von einem unabhängigen Sachverständigen begleitet, mehr Infos und Adressen gibt es unter www.bsb-ev.de. Der Bauherrenberater kann bereits die Planungsunterlagen unter die Lupe nehmen und so Planungsfehler frühzeitig feststellen. In der Bauphase lassen sich Ausführungsmängel und -fehler durch regelmäßige Baustellenbegehungen frühzeitig entdecken. Bei der Bauabnahme kann der Sachverständige den Bauherren bei der Protokollierung noch vorhandener Mängel und bei der Fristsetzung für Nachbesserungen unterstützen. Dadurch wird verhindert, dass unentdeckte Mängel einfach überbaut und erst zu spät - zum Beispiel nach der Bauabnahme oder nach Ablauf der Gewährleistungsfrist - festgestellt werden. So bekommt der Bauherr mehr Sicherheit, nicht auf unerwarteten Kosten sitzen zu bleiben oder ein mängelbehaftetes Haus zu beziehen.

 

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Gewährleistung im Auge behalten

Mängel bei Hausbau umgehend melden

(LBS). Wer ein Haus baut oder eine neue Eigentumswohnung kauft, hat meist gut Lachen: Mögliche Mängel werden in der Regel im Rahmen der Gewährleistung abgestellt. Doch wenn die WC-Spülung streikt oder das neue Fenster nicht richtig schließt, gilt es ein paar Regeln zu beachten, betont die LBS West.

 

Auftretende Mängel sollten grundsätzlich zur besseren Dokumentation im Streitfall den beauftragten Bauträger oder Handwerksbetrieben schriftlich angezeigt werden. Innerhalb einer angemessenen Frist haben diese dann die Möglichkeit, den Mangel zu beheben. Zudem sollten Käufer bzw. Bauherren die Mängel umgehend melden – auch im eigenen Interesse, um weitergehende Schäden zu vermeiden.


Natürlich ist der Gewährleistungsanspruch nicht grenzenlos. Schon beim Kauf bzw. der Beauftragung sollte man eine fünfjährige Gewährleistungsfrist, wie sie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) kennt, vereinbaren, rät die LBS West. Gerne wird in Verträgen die so genannte Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) mit zugrunde gelegt. Die VOB kennt jedoch im Punkte der Gewährleistung deutlich kürzere Laufzeiten als das BGB. In der Praxis wird die Gewährleistungsfrist für bestimmte Bauteile – etwa elektrische Motoren von Rollladen – aus pragmatischen Gründen gerne auf beispielsweise zwei Jahre befristet.

 

Vor Ablauf der Gewährleistungsfrist empfiehlt es sich, nochmals kritisch durch die eigenen vier Wände zu gehen, um etwaige Mängel oder Fehler zu dokumentieren und dem Bauträger oder Handwerksunternehmen anzuzeigen. Wenn es um das Entdecken geht, ist der Laie manchmal technisch überfordert. Professionelle Hilfe bieten hier Sachverständige. Deren Hilfe ist natürlich nicht umsonst, kann sich jedoch im Schadensfall auszahlen.

 

Für den Bau-Laien ist es jedoch nicht leicht, einen qualifizierten Sachverständigen zu finden, da der Begriff kaum geschützt ist. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen wenden. Diese gibt es für die unterschiedlichsten Fachbereiche. Die Bestellung solch qualifizierter Gutachter erfolgt etwa über die Ingenieurkammern oder die IHK. Der richtige Ansprechpartner rund ums Bauen ist etwa ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden.


Bei der Suche eines Gutachters hilft beispielsweise die örtliche IHK. Unter www.svv.ihk.de gibt es ein umfangreiches Verzeichnis qualifizierter Sachverständiger.

 

Gefunden bei: www.lbs.de/west/die-lbs/presse/regionale-pressemeldungen/info-dienst-bauen


 

 

 

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